Die Erben der "Invincibles"? Gunners träumen von der ersten Meisterschaft seit 2004

Kevin Richau
05.10.2022 - 09:57 Uhr
Lesedauer: 1 Minute

Martin Ödegaard
Der FC Arsenal ist nach sieben Spieltagen Tabellenführer der Premier League - Foto: Offside Sports Photography / imago images

Nach einem hervorragenden Saisonstart führt der FC Arsenal die Premier League an. Die Mannschaft von Trainer Mikel Arteta hat bislang derart überzeugt, dass sich die Fans Hoffnungen auf die erste Meisterschaft seit 2004 machen dürfen. Damals gelang den „Gunners“ sogar das Kunststück, eine ganze Saison ungeschlagen zu bleiben. Diese Leistung ist bis heute einmalig und brachte dem Team den Spitznamen „The Invincibles“ ein.

Die letzte Meistermannschaft: Lehmann im Tor, Henry im Sturm

Als der FC Arsenal seine letzte Meisterschaft einfuhr, standen noch Spieler wie Jens Lehmann, Thierry Henry oder Sol Campbell in der Mannschaft. An diesen renommierten, aber in die Jahre gekommenen Stars lässt sich ablesen, dass der Verein eine lange Durststrecke hinter sich hat.

Nachdem der langjährige Trainer Arsène Wenger nicht mehr auf der Kommandobrücke gestanden hatte, fehlte es der Mannschaft häufig an Struktur. Auch nach der Installation des aktuellen Trainers Mikel Arteta stellte sich zunächst nicht der gewünschte Erfolg ein. Dies könnte sich in dieser Saison allerdings ändern.

Mit Konstanz und Weitsicht ans Ziel?

Arteta übernahm die Mannschaft im Dezember 2019 und konnte die in ihn gesetzten hohen Erwartungen anfangs nicht erfüllen. Dennoch hielt die Vereinsführung am ehemaligen Co-Trainer von Pep Guardiola fest und schenkte ihm das Vertrauen. Nach zwei achten Plätze in den ersten beiden Saisons unter dem neuen Trainer gelang mit Rang fünf in der vergangenen Spielzeit der erste kleine Achtungserfolg. Arteta schaffte es langsam, aus vielen starken Einzelspielern wie dem ehemaligen „Wunderkind“ Martin Ödegaard oder dem Ex-Gladbacher Granit Xhaka eine Einheit zu formen.

Dazu gesellten sich zur aktuellen Saison mit den früheren Man City-Spielern Gabriel Jesus und Oleksandr Zinchenko kluge Transfers. In den kommenden Wochen muss sich nun zeigen, wie das mit einem Durchschnittsalter von 24,3 Jahren jüngste Team der Liga mit der Belastung durch die vielen Spiele auf nationaler wie internationaler Bühne zurechtkommen wird.

Wie realistisch ist die Meisterschaft?

Die Chancen auf den ersten Meistertitel seit 2004 stehen so gut wie lange nicht mehr. Konkurrenten wie Jürgen Klopps FC Liverpool oder der FC Chelsea hinken den eigenen Erwartungen hinterher und haben bereits einen nennenswerten Rückstand auf Arsenal.

Ärgster Verfolger bleibt allerdings Manchester City. Der Titelverteidiger sitzt den „Gunners“ im Nacken und gilt als individuell stärker besetzt. Dennoch darf man sich im Norden Londons aufgrund der hervorragenden Ausgangssituation durchaus berechtigte Hoffnungen auf Nachfolger der „Invincibles“ von 2004 machen.

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