Griezmann-Dilemma: Didier Deschamps flüchtet sich in Galgenhumor

Kevin Richau
21.09.2022 - 16:40 Uhr
Lesedauer: 3 Minuten
Quelle: sport.es

antoine griezmann
Foto: Saolab Press / Shutterstock.com

Antoine Griezmann (31) durchlebt bei Atletico Madrid derzeit eine absurde Zeit. Trotz hervorragender, spielentscheidender Leistungen kommt der Franzose nicht über die Rolle des Einwechselspielers hinaus. Sein Nationaltrainer kann diesem Umstand zumindest einen Vorteil abgewinnen.

"Er wird weniger müde sein", witzelte Didier Deschamps (53) bei der Nominierung des französischen Kaders für die anstehenden Spiele in der Nations League in Bezug auf Griezmann, der im Aufgebot steht. Deschamps flüchtet sich in Galgenhumor.

Dass einer seiner wichtigsten Offensivspieler 2022/2023 erst einmal mehr als 30 Minuten zum Einsatz kam, kann wenige Monate vor der Weltmeisterschaft nicht im Sinne der Equipe Tricolore sein. "Ich möchte nicht auf die Situation eingehen, in der er sich bei seinem Verein befindet, aber es ist klar, dass es seine Spielzeit einschränkt", führte Deschamps ernsthafter aus.

Im Nationaldress stellt der Coach seinem Landsmann für die Partien gegen Österreich (22. September) und Dänemark (25. September) bedeutend mehr Spielpraxis in Aussicht. "Er ist immer noch ein entscheidender Spieler auf Vereinsebene und er strebt danach, mehr als 30 Minuten zu spielen. Es könnte ein guter Zeitpunkt für ihn sein, mehr Minuten für uns zu spielen", urteilte Deschamps.

Bei seinem Stürmer wird diese Aussage gewiss für ein kleines Lächeln sorgen. Griezmann ist bis 2023 vom FC Barcelona an Atletico Madrid ausgeliehen. Im Leihvertrag wurde festgehalten, dass die Rojiblancos die Kaufoption in Höhe von 40 Millionen Euro ziehen müssen, falls der Angreifer mehr als 50 Prozent der Spiele mit min. 45 Minuten Einsatzzeit absolviert hat.

Diese Klausel umgeht Atleti, indem Griezmann erst 30 Minuten vor dem Schlusspfiff ins Spiel kommt - bis auf eine Ausnahme, im Derby gegen Real Madrid (1:2) durfte der Superstar von Beginn an ran.

Wie wichtig der Stürmer auch als Joker für sein Team ist, bewies er zuletzt gegen den FC Porto, als er in der 101. Spielminute den 2:1-Siegtreffer erzielt hat. Bereits eine Woche zuvor avancierte Griezmann im Ligaspiel gegen Valencia (1:0) mit seinem Treffer zum Man of the Match.

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