Copa: Brasilien mit Köpfchen gegen Kolumbien zum Gruppensieg

Sportinformationsdienst
24.06.2021 - 14:55 Uhr
Lesedauer: 2 Minuten

Foto: AFP/SID/MAURO PIMENTEL

In einer hitzigen Partie hat der fünfmalige Fußball-Weltmeister Brasilien bei der Copa America den Gruppensieg klargemacht. Der Gastgeber setzte sich mit 2:1 (0:1) gegen Kolumbien durch, den Siegtreffer erzielte Real Madrids Mittelfeldmotor Casemiro erst in der zehnten Minute der Nachspielzeit - per Kopf nach einer Ecke von Superstar Neymar. Allerdings legte Kolumbien offiziell Protest gegen die Spielwertung ein. 

Im Estadio Nilton Santos von Rio de Janeiro hatte Liverpools Torjäger Roberto Firmino (78.) ebenfalls per Kopf die frühe Führung der Cafeteros durch Luis Diaz (10.) egalisiert - das Tor lieferte Kolumbien den Stein des Anstoßes: In der Entstehung des Ausgleichs war der Ball vom argentinischen Schiedsrichter Nestor Pitana (46), der das WM-Finale 2018 gepfiffen hatte, abgeprallt, was minutenlange Proteste der Kolumbianer nach sich zog und damit erst die lange Nachspielzeit möglich machte.

Mit dem zehnten Sieg in Folge übertraf Nationaltrainer Tite (60) seine Rekordmarke von bisher neun Erfolgen, aufgestellt gleich zu Beginn seiner im September 2016 gestarteten Amtszeit. Die längste Siegstrecke mit der Selecao hatte Trainerlegende Mario Zagallo 1997 in 14 Spielen aufgestellt.

Hinter den bereits qualifizierten Brasilien (9 Punkte) und Kolumbien (4) vertagten Ecuador und Peru mit ihrem 2:2 (2:0) die Entscheidung über die vier Viertelfinalisten aus der Fünfergruppe auf den letzten Spieltag, wenn am Sonntag Ecuador (2) auf die Selecao trifft und Noch-Schlusslicht Venezuela (2) gegen Peru (4/schlechteres Torverhältnis als Kolumbien) seinen ersten Sieg bei der Südamerika-Meisterschaft einfahren will.

Ecuador war in Goiania gegen Peru durch ein Eigentor Renato Tapias (23.) sowie einem Treffer von Ayrton Preciado (45.+3) vor der Pause in Führung gegangen. Peru, das im vergangenen Copa-Finale 2019 Brasilien unterlegen war, schoss sich dank der Tore von Gianluca Lapadula (49.) und Andre Carrillo (54.) in die Partie zurück.

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