DFL-Suche nach Seifert-Nachfolger geht weiter

Sportinformationsdienst
20.06.2021 - 10:43 Uhr
Lesedauer: 3 Minuten

Foto: AFP/SID/ANDREAS GEBERT

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) ist bei der Suche nach einem Nachfolger für den spätestens im kommenden Sommer ausscheidenden Geschäftsführer Christian Seifert (52) nicht entscheidend weitergekommen. Der langjährige Sky-Vorstand Carsten Schmidt (57), seit 1. Dezember 2020 Vorsitzender der Geschäftsführung beim Bundesligisten Hertha BSC und mit einem Vertrag bis 2023 ausgestattet, steht nicht zur Verfügung.

"Ich kann das Interesse der DFL bestätigen. Wir sind jedoch gemeinsam zu dem Ergebnis gekommen, dass die Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit nicht gegeben sind. Meine Zukunft liegt in Berlin bei Hertha BSC. Wir wollen hier alle gemeinsam etwas aufbauen", sagte Schmidt in einer Stellungnahme der Hertha am Samstag.

Zuvor hatte die DFL einen Bericht der Bild-Zeitung am Samstag dementiert, wonach Schmidt in die Fußstapfen von Seifert im Ligaverband trete werde. "Definitiv wird Carsten Schmidt nicht Nachfolger von Christian Seifert", betonte die DFL in einer Stellungnahme auf SID-Anfrage. 

Schmidt habe laut Hertha bereits am Freitag Präsident Werner Gegenbauer und Aufsichtsratschef Torsten-Jörn Klein darüber unterrichtet, dass er seine Zukunft definitiv in Berlin bei der Alten Dame sehe. Dem DFL-Aufsichtsrat, der sich um die Weichenstellung bei der Suche nach einem Seifert-Nachfolger kümmert, gehört unter anderem auch Herthas Finanzchef Ingo Schiller an.

Seifert als Geschäftsführer und Sprecher des Präsidiums hatte im vergangenen Oktober verkündet, seinen Ende Juni 2022 auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen. Seit 2005 leitet er sehr erfolgreich die Geschicke der DFL und zeigte während der Pandemie seine Qualitäten als Krisenmanager im deutschen Profifußball.

Der sechsköpfige DFL-Aufsichtsrat um DFB-Interims-Präsident Peter Peters (58) führt derzeit Gespräche und will laut Bild spätestens bis Mitte August in der wichtigen Personalfrage Klarheit haben. Offenbar plant die Liga laut Medienberichten mit einer Doppelspitze. 

Die Aufgaben im neuen Führungsduo sollen dabei klar getrennt sein. Der eine Geschäftsführer werde als "Vermarktungsexperte und Außenminister" auftreten und die Liga-Interessen gegenüber anderen Verbänden, der Politik und der Gesellschaft vertreten. Der zweite Geschäftsführer soll hingegen als "Innenminister" für die operativen Prozesse innerhalb des Ligaverbandes zuständig sein. 

Dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) hatte Seifert zuletzt gesagt, dass er seinen Posten schon vor Ablauf seines Vertrages räumen könnte, sobald ein Nachfolger gefunden und eingearbeitet sei.

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