Ex-Coach Finke stolz auf Freiburger Entwicklung

Sportinformationsdienst
20.05.2022 - 10:43 Uhr
Lesedauer: 3 Minuten

Foto: FIRO/FIRO/SID/

Mit Stolz blickt Ex-Coach Volker Finke vor dem DFB-Pokalfinale am Samstag (20.00 Uhr/ARD und Sky) auf die Entwicklung seines früheren Klubs SC Freiburg zurück. "Ich freue mich, dass sich diese ganze Entwicklungsgeschichte gelohnt hat. Dass der Verein jetzt endlich so ein wenig das Handwerkszeug und die Mittel hat, die man im Mittelfeld der Bundesliga braucht", sagte der 74-Jährige, der die Breisgauer von 1991 bis 2007 trainiert hatte, im Interview mit Sportradio Deutschland.

Finke betonte auch seinen eigenen Anteil an dem Prozess, der sich vor allem mit der hervorragenden Nachwuchsarbeit des SC begründet. "Ich konnte den damaligen Präsidenten Achim Stocker überzeugen, dass - wenn wir irgendwo besser sein können als andere Klubs - dann in der Ausbildung von Spielern. Die Fußballschule konnten wir durchsetzen", sagte Finke.

Im Endspiel am Samstag zwischen Freiburg und RB Leipzig sieht Finke keinen Favoriten. Es gebe Gründe für beide, deshalb sei es spannend und offen. Jedoch sei für Freiburg "mit der Einmaligkeit der Chance auf den DFB-Pokal vielleicht eine besondere Fokussierung möglich, die einen Vorteil bringt", führte Finke aus. Die Leipziger aber hätten "so eine große Sehnsucht danach und sagen, wenn, dann muss es jetzt nach drei Finalteilnahmen endlich mal klappen."

Die anhaltende Kritik am Modell RB Leipzig kann Finke nicht verstehen. "Ich bin immer ein wenig überrascht, wie bei Leipzig das Negativ-Image auch häufig auf den sportlichen Bereich übertragen wird. Im sportlichen Bereich wird eigentlich gute Arbeit gemacht, das muss man respektieren", sagte Finke. Man könne "tausend Mal über das Konstrukt streiten. Aber da muss man auch bei Wolfsburg oder Hoffenheim ähnliche Maßstäbe ansetzen." Man solle "nicht zu sehr darauf herumhacken, sondern entspannt damit umgehen."

Lieber aber sei ihm der Weg des SC. "Die Freiburger Lösung ist gut. Es ist ein Zeichen für gute Arbeit, da sind Spieler, die im eigenen Jugendbereich waren und auch schon den DFB-Pokal der Jugend gewonnen haben. Die machen gute Wege. Das ist das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit", so Finke.

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