Ex-Boss Bartomeu weist Schuld für Barça-Notlage von sich

Kevin Richau
17.10.2021 - 16:34 Uhr
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Foto: Christian Bertrand / Shutterstock.com

Der FC Barcelona befindet in der größten finanziellen Krise der Vereinsgeschichte. Doch wer trägt die Hauptschuld für diese Misere? Die Verantwortlichen der letzten Jahre schieben sich seit Monaten gegenseitig den schwarzen Peter zu. Der frühere Klubboss möchte zumindest die zuletzt vorgetragenen Vorwürfe nicht einfach so hinnehmen.

Barças aktueller Präsident, Joan Laporta, beschuldigte Josep Maria Bartomeu, der von 2014 bis 2020 die Geschicke bei den Katalanen lenkte, den Verein in den Ruin getrieben zu haben. Das britische Wirtschaftsprüfungsunternehmen Deloitte nahm im Auftrag Laportas die Finanzen des Klubs unter die Lupe und kam zu dem Schluss, dass der Verein auf einem Schuldenberg von 1,35 Milliarden Euro sitzt.

In einem Statement, das der Marca vorliegt, widerspricht Bartomeu diesen Zahlen und schätzt die Verbindlichkeiten der Blaugranas auf 558 Millionen Euro. Eine Schuld sieht er bei sich im Übrigen nicht. "Allein der Vorstand, der die vergangene Saison beendet hat, ist für die finanziellen Ergebnisse des Vereins verantwortlich."

Der 58-Jährige ist außerdem davon überzeugt, dass Covid-19 sehr schweren Schaden im Klub angerichtet hat. "Der Verein hat durch die Coronavirus-Pandemie in der Saison 2020/2021 ein Minimum an fast 330 Millionen Euro Einnahmen verloren."

Der Bericht von Deloitte geht hingegen von einem Verlust von nur 92 Millionen Euro aus. Joan Laporta leitete indessen weitere Untersuchungen ein, um mehr Licht ins Dunkel zu bringen und Bartomeu womöglich doch noch zur Rechenschaft zu ziehen.

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