Hertha gibt Sieg in letzter Sekunde aus den Händen

Sportinformationsdienst
27.11.2021 - 17:36 Uhr
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Foto: FIRO/FIRO/SID/

Hertha BSC kommt im Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga einfach nicht vom Fleck. Gegen den FC Augsburg verspielten die Berliner am Samstag in der hektischen Schlussphase noch eine 1:0-Führung und kamen in einem vom Kampf geprägten Spiel nur zu einem 1:1 (1:0). Somit steht Hertha bei vier Ligaspielen in Folge ohne Sieg und bleibt mit 14 Punkten nah an der Abstiegszone.

Michael Gregoritsch (90.+7) glich in letzter Sekunde für die Gäste aus. Hertha-Assistenztrainer Andreas Neuendorf ah in der hektischen Schlussphase die Rote Karte. 

Eine Woche nach der schmerzhaften 0:2-Pleite im Stadtderby bei Union Berlin hatte der frühere Augsburger Marco Richter (40.) die Gastgeber nach einem Patzer des FCA-Abwehrspielers Robert Gumny in Führung geschossen. Die Augsburger, die am vergangenen Spieltag noch den FC Bayern mit 2:1 bezwungen hatten, stehen mit 13 Zählern knapp hinter der Hertha.

Nach der bitteren Derby-Niederlage hatte Dardai vor allem die fehlende Durchschlagskraft im Angriff moniert. Gegen Augsburg sollte Ishak Belfodil anstatt Krzysztof Piatek in der Sturmspitze Abhilfe schaffen. 

Und er verzeichnete auch früh die erste Torchance. Nach Pass von Suat Serdar scheiterte Belfodil (7.) jedoch an FCA-Torwart Rafal Gikiewicz.

Im Berliner Olympiastadion rang Hertha um geordneten Spielaufbau, Augsburg stand jedoch meist kompakt. Und wenn Hertha vor das Tor gelangte, war Gikiewicz im Weg. 

Der Pole behielt auch im zweiten Duell mit Belfodil (21.) die Überhand, ehe Augsburg stärker aufkam. Defensiv erlaubte Hertha den Gästen nun zu viel. 

Iago (28.) prüfte Hertha-Keeper Alexander Schwolow mit einem strammen Schuss. Umso unglücklicher war dann Gumnys folgenschwerer Fehler. Der Verteidiger und der herauseilende Gikiewicz wurden sich nicht klar darüber, wer den Ball nach einem Rückpass klären soll. Gumny übernahm und wurde in der Drehung von Richter überrascht, der den Ball über die Linie stocherte. 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit flachte das Spielniveau ab. Beide Teams bekämpften sich und neutralisierten ihre Offensivbemühungen, die lange nur Halbchancen blieben. Gelegentlich ließ Hertha dennoch seine individuelle Klasse aufblitzen. 

Nach einem Ballgewinn dribbelte sich Serdar (61.) durch alle Augsburger Linien und zwang Gikiewicz zur nächsten Parade. Ein Tor von Jordan Torunarigha (74.) wurde wegen Abseitsstellung zu Recht aberkannt. Auf der andere Seite musste Schwolow eingreifen und hielt doppelt gegen Andre Hahn und Iago (77.). In der Nachspielzeit bewiesen die Gäste Cleverness und erzielten noch den Ausgleich.

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