Kein Befreiungsschlag für Kohfeldt - aber Wölfe stoppen freien Fall

Sportinformationsdienst
15.01.2022 - 17:30 Uhr
Lesedauer: 3 Minuten

Foto: AFP/SID/CHRISTOF STACHE

Befreiungsschlag verpasst, aber freien Fall gestoppt: Der VfL Wolfsburg hat erstmals seit 56 Tagen wieder einen Punkt in der Bundesliga geholt. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt erkämpfte sich nach zuletzt sechs Liga-Pleiten in Serie ein 0:0 im Krisenduell gegen Hertha BSC. Die Wölfe schnupperten sogar am Sieg, vergaben aber gerade in der ersten Hälfte gute Möglichkeiten.

Nach dem Punkt kann Kohfeldt zumindest ein bisschen durchschnaufen. Zwar wird der derzeitige Tabellenplatz den Ansprüchen des Werksklubs nicht annähernd gerecht, und der Auftritt gegen Hertha ließ insgesamt erneut zu wünschen übrig, aber zumindest wurde die erschreckende Niederlagenserie beendet. Die ganz blasse Hertha bleibt einen Rang vor Wolfsburg.

"Egal, wie - gewinnen", hatte Kohfeldt als Motto für die Partie ausgegeben. Doch anstatt vor 500 zugelassenen Zuschauern auf eine schnelle Führung zu drängen, wartete sein Team erst einmal ab und wollte bloß keinen Fehler machen. 

Die Verunsicherung nach all den Rückschlägen zuletzt war den Wölfen deutlich anzumerken. In der 16. Minute hatten die Hausherren aber plötzlich doch eine riesige Chance, Luca Waldschmidt vergab aus kurzer Distanz aber kläglich. Auch Yannick Gerhardt versagten die Nerven (29.).

Ansonsten plätscherte die Partie lange - dem Tabellenstand der beiden Teams entsprechend - lediglich dahin. Auch weil sich die Hertha kaum am Spiel beteiligte, zudem gab es viele kleine Fouls. 

Wolfsburg war der Wille zwar nicht abzusprechen, aber oft fehlten den Aktionen die nötige Cleverness, die letzte Konsequenz oder einfach die Präzision. Der Ex-Meister hatte aber auch Glück, dass Schiedsrichter Robert Hartmann einen Kopfballtreffer von Niclas Stark nach einer Ecke wegen eines vermeintlichen Fouls nicht gab (43.).

Kurz zuvor hätten Kohfeldt und Co. gerne einen Elfmeter bekommen, nachdem Renato Steffen bei einem Laufduell mit Jordan Torunarigha zu Fall kam - der Videoassistent griff nicht ein.

Erst spät gaben die Berliner, bei denen Ishak Belfodil nach seiner Corona-Infektion zurückkehrte und Marco Richter eine gute Möglichkeit hatte (73.), ihre Passivität auf, dadurch nahm das Tempo der Partie zu. So entwickelte sich immer noch ein alles andere als hochklassiges, aber immerhin spannendes Spiel.

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