Klopp: Mit Interrail in England "als wildfremder Mensch an die Tür geklopft"

Sportinformationsdienst
04.09.2021 - 09:55 Uhr
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Foto: FIRO/FIRO/SID/

Die Liebe zu England hat Jürgen Klopp schon weit vor seiner Trainertätigkeit entdeckt. "Ich bin mit 18 Jahren mit meiner Cousine Susi mit Interrail nach England gefahren", erzählte der Teammanager des FC Liverpool bei der Ehrung als erster Preisträger des "German-British #Freundship Award" in seiner alten Heimat Dortmund: "Das Wetter war schlecht, damals schon, und trotzdem haben wir uns beide in das Land verliebt."

Ihn habe vor allem fasziniert, dass man als "wildfremder Mensch an die Tür klopfen" und für fünf Pfund Bed and Breakfast bekommen konnte. "Ich komme aus dem Schwarzwald. Da wäre das Letzte, was man machen würde, jemandem mit einem Fünf-Pfund-Schein vor der Tür zu sagen: Kommen Sie rein, legen Sie sich hin", sagte Klopp lachend. Für ihn habe festgestanden: "Ich muss irgendwann in dem Land leben."

Der 54-Jährige wechselte 2015 nach sieben Jahren bei Borussia Dortmund nach England zum Altmeister Liverpool und führte ihn zum Champions-League-Triumph und dem ersten Meistertitel nach 30 Jahren. Der Preis, den ihm Sänger Campino von der Punkrockband Die Toten Hosen überreichte, komme in den "Trophy Room" in seinem Haus in Liverpool, das er von der Klublegende Steven Gerrard übernommen habe. 

Campino lobte Klopp bei der Ehrung vor 300 geladenen Gästen im BVB-Stadion als "sensationellen Botschafter für Deutschland in England, andererseits zeigst du das englische Leben unheimlich gut den Deutschen." Klopp betonte, dass man gerade nach dem Brexit zeigen müsse, "dass auf beiden Seiten des Wassers großartige Leute leben".

Der von der britischen Handelskammer in Deutschland und der britischen Botschaft ins Leben gerufene Preis ehrt das Engagement für die "besonderen Beziehungen" zwischen beiden Ländern.

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