Löw zu Regenbogen: "Wichtiger, dass man diese Werte auch lebt"

Sportinformationsdienst
22.06.2021 - 20:41 Uhr
Lesedauer: 2 Minuten

Foto: AFP/SID/CHRISTOF STACHE

Bundestrainer Joachim Löw hat sein Bedauern zum Ausdruck gebracht, dass die Europäische Fußball-Union (UEFA) die Regenbogen-Beleuchtung der Münchner Allianz-Arena zum letzten Gruppenspiel gegen Ungarn am Mittwochabend (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) untersagt hat. "Ich hätte mich sehr gefreut, wenn die Lichter angegangen wären. Auf der anderen Seite ist es wichtig, wenn die Lichter bei uns sportlich nicht ausgehen", sagte Löw am Dienstagabend.

"Bei aller Wichtigkeit von Symbolen: Wichtig ist für mich, dass diese Werte gelebt werden. Das ist in unserer Mannschaft wirklich der Fall", ergänzte der 60-Jährige und kündigte an: "Wir haben immer in der Vergangenheit Zeichen gesetzt und werden das auch in Zukunft tun."

Mats Hummels ließ diesen Worten nur wenige Minuten später Taten Folgen und erschien mit einem bunten T-Shirt zur Pressekonferenz. Darauf stand zu lesen: "Love unites" (Liebe verbindet). Auch er hätte eine regenbogenfarbene Arena "schön gefunden", sagte er: "Ich bin ein absoluter Freund davon, wenn man Botschaften dieser Art in die Welt sendet. Punkt."

Hummels nannte es einen "Erfolg", dass die DFB-Auswahl und die Stadt München das Thema überhaupt aufgebracht hätten - auch vor dem Hintergrund des ersten Coming-outs in der Football-Liga NFL durch Carl Nassib. "Das ist eine Sache, die längst überfällig ist und ganz normal, dass das auch im Sportteil ankommt. Auch kleine Zeichen sind da ein richtiger Schritt in die richtige Richtung", sagte der Dortmunder.

Am Dienstagvormittag hatte die UEFA erklärt, dass das Stadion während des Spiels gegen die Ungarn nicht in Regenbogenfarben erstrahlen darf. Genau das hatte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zuvor im Namen des Stadtrats gefordert, um "ein Signal" für Vielfalt, Toleranz, Respekt und Solidarität zu senden.

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