Cristiano Ronaldo und Co. - United-Ikone Gary Neville kritisiert Kaderplanung

Kevin Richau
24.10.2021 - 08:05 Uhr
Lesedauer: 3 Minuten
Quelle: liverpoolecho.co.uk

Foto: sbonsi / Shutterstock.com

Manchester United verlor am vergangenen Samstag mit 2:4 bei Leicester City. Die Red Devils liegen in der Premier League hinter den Erwartungen zurück. Vor dem Liga-Duell gegen Erzfeind Liverpool sprach ein ehemaliger United-Spieler über die aktuelle Situation und verurteilte dabei die Einkaufspolitik des Vereins.

Die Rückkehr von Cristiano Ronaldo zu Manchester United wurde im Sommer von vielen Fans und Fachleuten als Coup bezeichnet. Gary Neville glaubt im Gespräch mit dem Liverpool Echo jedoch, dass dieser Transfer nur wenig Sinn ergibt, wie Trainer Solskjaer mittlerweile selbst eingestehen sollte.

"Ich hatte in der letzten Saison das Gefühl, dass etwas zusammenwächst. Ich glaube, wenn man ihn privat fragen würde, 'hättest du gerne das Team aus dem letzten Jahr zurück?', dann würde er noch einmal zurückgehen", sagte Neville.

Mit den hochkarätigen Neuverpflichtungen hat sich der Coach nämlich keinen Gefallen getan. "Er hat Cristiano Ronaldo, Bruno Fernandes, Edinson Carvani, Paul Pogba und Harry Maguire. Sehr starke Charaktere in der Kabine, Maguire wird auf Varane schauen und sich fragen, 'bin ich immer noch der Leitwolf?'"

Der große Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft wirkt sich laut Neville, der von 1992 bis 2011 das Trikot der Red Devils trug, negativ auf die Leistung der Spieler aus. "Du hast die Dynamik mit einem auf der Bank sitzenden Cavani, der angefleht wurde, zu bleiben, aber jetzt Ronaldo, Rashford und Greenwood vor sich hat. Sancho ist für 90 Millionen Euro gekommen und ist jetzt mal drin und mal draußen."

Der viel gescholtene Coach Manchesters müsse aus dieser Ansammlung von Stars nun endlich eine Einheit formen. Gary Neville, zuletzt selbst im Fadenkreuz, weil er sich bislang bei der Kritik an seinem früheren Teamkameraden Solskjaer zurückhielt, weiß um die Situation des Norwegers. "Er sollte unter massivem Druck stehen, weil er seit zwei Jahren da ist, 100-prozentig."

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