Ermittlungen im Fall Juventus Turin zieht weitere Kreise

Sportinformationsdienst
30.11.2021 - 11:14 Uhr
Lesedauer: 2 Minuten

Foto: AFP/SID/MARCO BERTORELLO

Die Ermittlungen der Turiner Staatsanwaltschaft wegen Bilanz-Unregelmäßigkeiten zieht im italienischen Profifußball immer weitere Kreise. Sechs weitere Klubs sind laut der römischen Tageszeitung La Repubblica in den Sog der Untersuchung geraten. 

Die Namen der betroffenen Vereine wurden allerdings nicht bekannt gegeben. Der italienische Fußballverband FIGC will angeblich Informationen sammeln und prüft, ob er eigene Untersuchungen einleiten soll. 

Am Montagnachmittag wurde Juves Geschäftsführer Maurizio Arrivabene über drei Stunden lang von den Ermittlern befragt. Der Manager antwortete als Zeuge auf die Frage eines Staatsanwälte-Teams, das die Ermittlungen führt. Davor war bereits der Sportchef Federico Cherubini vernommen worden.

Die Finanzpolizei hatte am Freitagnachmittag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft die Büros des Klubs in Turin und Mailand durchsucht. Die Justiz wirft dem börsennotierten Verein vor, falsche Mitteilungen gemacht und Rechnungen über nicht existente Transaktionen ausgestellt zu haben. 

Sie untersucht auch die Bilanzen aus den Jahren 2019 bis 2021. Medienberichten zufolge haben die Ermittler offenbar Kapitalerträge aus Geschäften im Wert eines dreistelligen Millionenbetrages im Visier.

Die Aktie des Klubs an der Mailänder Börse reagierte negativ auf die Berichte zu den Ermittlungen und brach am Montag um über 7 Prozent auf 0,42 Euro ein. Auch am Dienstag meldete das Juve-Wertpapier Kursverluste.

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