Gesicht der Katar-WM: Macht David Beckham doch noch einen Rückzieher?

Kevin Richau
18.11.2021 - 11:40 Uhr
Lesedauer: 2 Minuten
Quelle: dailymail.co.uk

Foto: Kathy Hutchins / Shutterstock.com

Das Medienecho war groß, nachdem Superstar David Beckham erklärte hatte, dass er als Werbegesicht für die umstrittene Fußballweltmeisterschaft im kommenden Jahr in Katar fungiert. Die starke Resonanz soll den Engländer nun zum Umdenken bewogen haben.

Besonders aus dem Umfeld von UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, für das Beckham seit über 15 Jahren ehrenamtlich tätig ist, zeigten sich die Kollegen "bestürzt" über die neuen Werbeaktivitäten des 46-Jährigen. Amnesty International rief den früheren Fußballer dazu auf, "den öffentlichen Fokus auf die Menschenrechtsverletzungen abseits der Spiele zu richten."

Beckham, der für seine Dienste als Werbebotschafter der WM 2022 in den kommenden zehn Jahren rund 180 Millionen Euro bekommen soll, bezeichnete Katars Scheich Tamim bin Hamad Al Thani 2019 bereits als Freund und sprach nur positiv über das Emirat in Vorderasien: "Ich denke für mich ist es das, was du dir für eine Weltmeisterschaft erhoffst. Du möchtest irgendwo ankommen und dich glücklich fühlen."

Die Abkehr von seinem Werbedeal wäre also eine 180-Grad-Wende. Möglicherweise haben ihn seine Berater mittlerweile auf die 6.500 Gastarbeiter hingewiesen, die während der Baumaßnahmen für die WM-Stadien ums Leben kamen.

Die Regierung Katars gelobt unterdessen in einem Statement Besserung. "Katar hat seine Maßnahmen verstärkt, um Arbeitnehmer zu schützen und Arbeitgeber strafrechtlich zu verfolgen, die sich nicht an das Gesetz halten."

Ob sich Beckham, der in seiner aktiven Karriere für Manchester United, Real Madrid, Los Angeles Galaxy, den AC Mailand und Paris Saint-Germain spielte, von diesen Zeilen (und dem Geld) überzeugt lässt, weiter an der Vereinbarung mit dem Wüstenstaat festzuhalten, wird die Zukunft zeigen. Angewiesen ist er auf das Geld aus Katar nicht, sein Vermögen wird auf über 400 Millionen Euro geschätzt.

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