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Wegen Robinho: Sponsor kündigt Zusammenarbeit mit FC Santos

19.10.2020 - 05:34 Uhr
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Foto: Santamaradona / Dreamstime.com

Das brasilianische Unternehmen Orthopride kündigte die Zusammenarbeit mit dem FC Santos. Grund hierfür ist eine Massenvergewaltigung einer jungen Frau, an der Star-Rückkehrer Robinho beteiligt war.

"Wir haben große Bewunderung für die Geschichte und Tradition von Santos. Von Robinhos Unterzeichnung erfuhren wir erst Ende der Woche über soziale Medien und andere Kommunikationswege. Wir investieren kontinuierlich in das Sportmarketing, weil wir glauben, dass der Sport ein Instrument der Veränderung ist. Was wir aber nicht tun können, ist die Werte der Ethik, des Respekts und der Würde zwischen den Menschen zu überschreiten", heißt es.

Und weiter: "Deshalb haben wir am Mittwoch beschlossen, unseren Vertrag mit dem Team zu beenden und damit unser Einfühlungsvermögen in das weibliche Publikum zu stärken, das Teil unserer Orthopride-Familie ist und uns so sehr unterstützt."

Zum Verständnis: Während seiner Zeit beim AC Mailand war Robinho im Januar 2013 an einer Gruppenvergewaltigung beteiligt. In einem Mailänder Nachtklub sollen der heute 36-Jährige und fünf Freunde eine junge Frau zum Trinken verführt haben, bis sie zu schwach gewesen sei, um sich zu wehren.

Die Mailänder Staatsanwaltschaft schilderte damals außerdem, dass die Männer die Frau anschließend in die Garderobe gebracht, die Tür abgeschlossen und sie vergewaltigt hätten. Robinho wurde daraufhin zu neun Jahren Haft verurteilt. Die Strafe trat er nie an.

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