Lothar Matthäus zweifelt an EM-Teilnahme von Marco Reus
Für die laufende Länderspielkampagne erhielt Marco Reus kein Mandat im Kader der deutschen Nationalmannschaft. Lothar Matthäus betrachtet eine mögliche Nominierung des BVB-Kapitäns für die anstehende Europameisterschaft mit Skepsis.
Dem deutschen Rekordnationalspieler Lothar Matthäus fehlt der Glaube, wenn er nach einer EM-Nominierung von Marco Reus gefragt wird. Der BVB-Kapitän wurde für die aktuell stattfindenden Länderspieltermine von Joachim Löw nicht in den DFB-Kader berufen.
"Dieses Mal fehlende Spieler wie Julian Draxler und Julian Brandt müssen sich erst wieder in ihren Vereinen durchsetzen", schreibt Matthäus im KICKER. "Das gilt auch für Marco Reus, der mit sich selbst zu kämpfen hat und nicht stabil genug wirkt. Für alle drei ist die Konkurrenz zudem groß."
Die WM 2014 sowie die EM 2016 verpasste Reus verletzungsbedingt, bei der WM 2018 fiel er wie seine Teamkollegen komplett durchs Raster. Aufgrund seiner absteigenden Form in Dortmund gilt es als nicht sehr wahrscheinlich, dass er von Löw eine Chance beim kommenden Turnier im Juni eine Chance erhalten wird.
Matthäus verweist stattdessen auf die jungen Florian Wirtz und Jamal Musiala, deren Nominierung er als richtig erachtet. Matthäus empfinde es als richtig, "diese jungen Spieler einzuladen. Und eigentlich muss Thomas Müller zur EM zurückkehren, das würde es für Reus noch schwieriger machen."
Reus' letzte Partie im DFB-Dress liegt übrigens schon beinahe anderthalb Jahre zurück. Im Oktober 2019 steuerte er beim 3:0 in der EM-Qualifikation gegen Estland einen Assist bei.