Jonas Hofmann: Erst Trendwende, dann Gladbach-Entscheidung
Borussia Mönchengladbach hat bei Jonas Hofmann das Interesse platziert, den 2023 auslaufenden Vertrag zu verlängern. Der deutsche Nationalspieler hat sich zunächst aber nicht mit seiner Zukunft am linken Niederrhein beschäftigt
Mit acht Bundesliga-Toren spielt Jonas Hofmann die erfolgreichste Saison seiner Karriere. Und dennoch ist der Flügelstürmer natürlich nicht zufrieden damit, welche Entwicklung bei Borussia Mönchengladbach zu vernehmen ist.
In den vergangenen Wochen sei die Situation hier aus sportlicher Sicht so schwierig gewesen, sagt der 29-Jährige im Interview mit der Sport Bild, "dass ich mir mehr Gedanken darüber gemacht habe, was wir verbessern können, als über meine eigene Zukunft nachzudenken." Nach 27 Spielen rangiert Hofmann mit den Borussen auf einem brutal enttäuschenden 11. Tabellenplatz, die erhoffte Europacup-Rückkehr ist schon lange kein Thema mehr – stattdessen mach sich Abstiegsangst am linken Niederrhein breit.
Für Hofmann und sein Management wird es langsam Zeit, sich Gedanken über den weiteren Verlauf seiner Karriere zu machen. Schließlich endet sein Vertrag 2023, so dass Gladbach im Sommer letztmalige die Gelegenheit hätte, eine adäquate Ablöse zu bekommen.
Jonas Hofmann "ein Typ, der alles sehen will"
"Ich kann es wirklich noch nicht sagen", ist sich Hofmann noch nicht darüber im Klaren, welchen Weg er einschlagen wird. "Was ich sagen kann: Ich bin ein Typ, der alles sehen will. Der alles erleben will. Der seinen Kindern und Enkeln erzählen will, wo er überall war. Aber ich spiele nun in meiner siebten Saison für Gladbach, das ist auch nicht zu unterschätzen. Das verbindet. Außerdem fühle ich mich im Verein sehr wohl."
Reihenweise Topklubs sollen sich bereits nach Hofmann erkundigt haben. Tottenham Hotspur und Atletico Madrid geisterten in den letzten Monaten durch die Gerüchtebörse. England oder Spanien – für den weltoffenen Hofmann mit Sicherheit interessant. "Ich habe eine besondere Beziehung zu Borussia", sagt er. "Was meine sportlichen Pläne angeht, werde ich dem Verein gegenüber ganz offen und ehrlich kommunizieren. Andersherum ist es ja genauso."