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FC Bayern: November 2019

3 Meldungen aus dem November 2019 – Archiv der Bayern-News.

  1. Robert Lewandowski und die Altersfrage

    Robert Lewandowski besticht einmal mehr durch seine Form. Das hat vor allem mit seinem "wahren biologischen" Alter zu tun, wie er nun verriet.

    "Ich war mein ganzes Leben lang ein Spätentwickler. Ich bin relativ spät gewachsen, habe meine Entwicklungsschritte immer mit etwas Verzögerung gemacht", erklärte der Stürmer des FC Bayern der SPORT BILD. "Ich war immer zwei, drei Jahre hintendran. Die Zahl 31 heißt bei mir also nicht gleich 31."

    Daher fühle er sich nun wie 29 "oder noch jünger". Robert Lewandowski hat das sogar wissenschaftlich untersuchen lassen. "Ich habe mit einem Professor einen Test über mein wahres biologisches Alter gemacht." Herausgekommen sei, dass der Pole "deutlich jünger als 31 sein müsste".

    Der Bayern-Stürmer, der in elf Bundesligaspielen schon 16 Tore gemacht hat, sieht bei sich noch weiteres Steigerungspotenzial. "Meine beste Zeit beginnt erst jetzt und dauert hoffentlich noch einige Jahre. Das Beste kommt erst noch", kündigte der Torjäger an.

    Zudem sprach sich Lewandowski für eine längere Zusammenarbeit mit Hansi Flick aus. Der Interimstrainer, der seit dem Aus von Niko Kovac an der Seitenlinie steht, sei "eine sehr gute Option".

    Schließlich gebe es mitten in der Saison "nicht viele Trainer auf dem Markt". " Und welcher Trainer lässt seine Mannschaft während der Saison im Stich? Es wäre sicher sinnvoll, mit Herrn Flick weiterzumachen", so der 31-Jährige.

    Als Kandidaten für das Traineramt bei den Bayern gelten Erik ten Hag, der aber mindestens noch bis zum Ende der Saison bei Ajax Amsterdam unter Vertrag steht, und Thomas Tuchel.

    Der Ex-Dortmunder trainiert aktuell Paris Saint-Germain. Und auch Pep Guardiola steht noch bei Manchester City in Lohn und Brot.

    Einzig Mauricio Pochettino ist seit wenigen Tagen auf dem Markt. Der Argentinier musste nach etwas mehr als fünf Jahren seinen Posten bei den Tottenham Hotspur räumen, für ihn hat Jose Mourinho übernommen.

    Hansi Flick bleibe auf jeden Fall bis Weihnachten im Amt, hatte zuletzt Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge angekündigt und auch ein Engagement bis zum Sommer nicht ausgeschlossen.

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  2. FC Bayern
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  3. Thomas Müller lässt alle Hüllen fallen - und stichelt gegen Dortmund

    Thomas Müller absolvierte am vergangenen Wochenende sein 500. Spiel für den FC Bayern. Das Eigengewächs feierte sein Jubiläum auf besondere Art und Weise – und zwar nackt.

    Wer es mit dem FC Bayern hält, hatte in den vergangenen Tagen einiges zu feiern. Nach der Trennung von Niko Kovac siegten die Münchner erst in der Champions League gegen Olympiakos Piräus (2:0) und im Anschluss im Topspiel der Bundesliga mit 4:0 gegen Borussia Dortmund.

    Thomas Müller erwischte mit zwei Torvorlagen gegen den BVB nicht nur einen Sahnetag. Der Offensivallrounder absolvierte gleichzeitig sein 500. Spiel für den FC Bayern – und hatte somit im Nachgang der Partie allen Grund Party zu machen.

    Anschließend präsentierte sich Müller nackt auf Instagram. In der Bayern-Kabine posierte der 30-Jährige nur mit einem großen Lebkuchenherz bekleidet, auf dem stand: "500 - Danke Thomas." Außerdem kommentierte er sein Foto: "Das braucht keine Worte."

    Sein Jubiläumsspiel und dann noch ein 4:0-Kantersieg gegen den Erzrivalen aus Dortmund – besser hätte es für Müller am Wochenende wirklich nicht laufen können. In der Länderspielpause hat der Weilheimer genug Zeit für Regeneration.

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  4. So stellt sich Lothar Matthäus hinter Niko Kovac

    Vor dem Bundesliga-Kracher zwischen Bayern München und Borussia Dortmund hat sich Lothar Matthäus zu Wort gemeldet. Der Ex-Profi spricht nicht nur über Niko Kovac, sondern auch die bisweilen schlechte Transferpolitik beider Topklubs.

    Trotz Neuzugängen wie Julian Brandt oder Thorgan Hazard könne Borussia Dortmund "nicht zufrieden" sein. "Die Bayern genauso wenig", ergänzte der Weltmeister von 1990 im KICKER: "Lucas Hernandez ist wieder verletzt, Benjamin Pavard macht es ordentlich, und von Philippe Coutinho kommt bislang zu wenig."

    Da der Brasilianer nicht so eingeschlagen hat, wie anfangs erhofft, könne man auch Ex-Trainer Niko Kovac nicht allzu große Vorwürfe machen.

    "Er konnte weder etwas dafür, wenn ein sogenannter Weltstar wie Philippe Coutinho in Augsburg allein vorm Keeper das Tor nicht macht", stellte sich Lothar Matthäus schützend vor seinem ehemaligen Schützling und Co-Trainer aus Salzburger Zeiten, "noch war er für die vielen Fehlpässe verantwortlich."

    Außerdem habe es der Frankfurter Pokalsieger-Coach "von Anfang an" schwer beim FC Bayern gehabt. "Er war nicht die allgemeine Wunschlösung – das hat man ihn spüren lassen", sich sich der Ex-Profi sicher. "Er hätte sich sicherlich etwas mehr Rückendeckung gewünscht. Ich finde: Er hat einen guten Job gemacht."

    Dennoch habe Kovac auch vermeidbare Fehler in der Öffentlichkeit begangen. "Unglückliche Aussagen" über Spieler oder die Aufstellung in Frankfurt hätten vermieden werden können.

    "Mit diesen Veränderungen hat er sich keinen Gefallen getan", ergänzte Matthäus rückblickend auf das 1:5 in Hessen. "Aber ich glaube auch, dass er wegen des Drucks und verschiedener Aussagen Kompromisse eingegangen ist."

    Mit dem Rücktritt vor wenigen Tage habe Kovac auch "sich selbst erlöst". Nun steht mit Hansi Flick ein weiterer alter Bekannter an der Seitenlinie.

    Der ehemalige Co-Trainer von Joachim Löw und DFB-Sportdirektor sei nicht "nur der liebe Hansi", versicherte Matthäus. "Er hat eine klare Linie, eine gute Kommunikation mit den Spielern - mit den gesetzten sowie den Ersatzspielern. Er wird keine Kompromisse eingehen."

     

    Für die Spieler gebe es nun auch "kein Alibi mehr". Zuletzt schoben sie immer wieder die Spielidee von Kovac als Entschuldigung für durchwachsene Leistungen vor.

    "Da machten es sich die Spieler ohnehin zu einfach", betonte Matthäus, der Hansi Flick selbst bei Erfolg keine Zukunft als Cheftrainer prophezeit.

    "Als langfristige Lösung aber denke ich, dass der FC Bayern einen großen Namen holen wird." Genannt wurden bereits Arsene Wenger, Jose Mourinho, Ralf Rangnick, Thomas Tuchel und der als Favorit gehandelte Ajax-Coach Erik ten Hag.

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