Muffensausen vor RB Leipzig? HSV-Manager Jonas Boldt äußert sich
Quelle: NDR 90,3
Wenige Tage nach der deprimierenden Derby-Niederlage kommt es für den Hamburger SV in der 2. Runde des DFB-Pokal zum Duell mit RB Leipzig. In Ehrfurcht erstarren wird der HSV vor dem amtierenden Sieger keinesfalls, stellt Jonas Boldt klar.
Nach der 0:3-Derbypleite beim FC St. Pauli hätte sich der Hamburger SV durchaus dankbarere Aufgaben vorstellen können, als in der 2. Runde des DFB-Pokal am Dienstag (18 Uhr) auf den amtierenden Sieger RB Leipzig zu treffen. Auf St. Pauli ist der HSV erstmals seit einem halben Jahr in der Fremde wieder geschlagen worden. Steht in Leipzig die nächste Niederlage bevor?
"Ich glaube nicht, dass wir für Muffensausen stehen, sondern eher für Mut, Wille und Geschlossenheit. Das werden wir auch versuchen, wieder an den Tag zu legen", sagte HSV-Sportchef Jonas Boldt bei NDR 90,3. "Wir wissen, dass Leipzig eine sehr, sehr talentierte Mannschaft ist – mit vielen individuellen Stars gespickt." RB sei schließlich nicht umsonst in der Champions League vertreten sowie amtierender DFB-Pokalsieger.
In der 2. Bundesliga ist der HSV den gegnerische Mannschaften in der Regel einige Längen voraus, wird so auch von den Experten vor den Spielen eingeschätzt. Am Dienstagabend sind die Hamburger aber als Underdog unterwegs.
"Wir haben jetzt nicht so die Favoritenrolle wie wir sie sonst haben", weiß Boldt, der sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen lässt. "Unser Motto ist es, mehr als uns als auf andere zu schauen – und auch da wieder einige Lerneffekte mit reinzubringen."