Europameister Bonucci: Darum klappte es mit Cristiano Ronaldo und Juve nicht
Die Rückkehr von Cristiano Ronaldo zu Manchester United gehörte im Sommer neben Messis Abgang aus Barcelona zu den Highlights der Transferphase. Turin und Ronaldo? Das passte nicht zu 100 Prozent. Ein ehemaliger Teamkollege weiß auch, warum.
Leonardo Bonucci kam 2018 nach nur einem Jahr beim AC Milan zu Juventus Turin zurück. Im selben Jahr wurde auch Cristiano Ronaldo für 117 Millionen Euro geholt. Bonucci, der bereits von 2010 bis 2017 für die alte Dame auflief, bemerkte nach der Verpflichtung des Portugiesen eine Veränderung in der Kabine.
„Die Anwesenheit von Cristiano hat uns sehr beeinflusst“, gestand der Europameister im Athletic ein und spricht dabei nicht nur von einer positiven Wirkung. „Allein das Training mit ihm gab uns etwas Zusätzliches, aber unterbewusst begannen die Spieler zu denken, dass seine Anwesenheit allein ausreicht, um Spiele zu gewinnen.“
Die Spieler bei Juve wurden in der Folge nachlässiger und ließen die nötige Motivation vermissen. „Wir dachten: Wenn wir Cristiano den Ball geben, wird er das Spiel für uns gewinnen. In den letzten Jahren konnte man das, glaube ich, sehen“, schloss Bonucci seine Analyse.
Die Resultate nach dem Wechsel Ronaldos bestätigen, dass dem 36-Jährigen zu viel Verantwortung übertragen wurde. Juventus hatte zunächst Probleme eine neue Ausrichtung zu finden und verlor zwei der ersten drei Pflichtspiele. Mittlerweile scheint Coach Allegri sein Team aber wieder auf Kurs gebracht zu haben. Aus den letzten fünf Partien holte Turin 13 Punkte.