Peter Knäbel kontert Chaos-Vorwurf: "Schalke brennt nicht"
Der FC Schalke 04 ist nach der Kündigung von Rouven Schröder und der nur schwerlich vorangeschrittenen Trainersuche, die mit vielen Problemen gespickt war, x-mal als Hort des Chaos bezeichnet worden. Peter Knäbel will sich diese Einordnung nicht gefallen lassen.
Der FC Schalke 04 hat einmal mehr turbulente Tage hinter sich. Da wäre einmal die Entlassung von Trainer Frank Kramer, die aus sportlicher Sicht unausweichlich war. Am Mittwoch gab nun auch noch Sportdirektor Rouven Schröder seinen sofortigen Rücktritt bekannt. Das Schild "Chaosklub" reißt Peter Knäbel aber wieder ab.
"Grundsätzlich ist es ein Problem, dass man immer denkt, wenn man sich trennt, muss Streit herrschen. Das war überhaupt nicht der Fall. Es war Rouvens freie Entscheidung und die muss man respektieren", nahm Knäbel während der Vorstellung des neuen Trainers Thomas Reis am Donnerstag Stellung. Einen Kramer-Nachfolger haben die Schalker also schon mal gefunden.
Verschiedenen Medienberichten zufolge steckt ein schwerer Krankheitsfall in Schröders Umfeld hinter dem Kündigungsgrund. Darüber hinaus soll der Manager sich zuletzt zunehmend ausgelaugt und ohne Energie gefühlt haben. Zudem soll es inmitten der Trainersuche zu internen Streitigkeiten gekommen sein.
"Richtiger Moment" für Rouven Schröder
"Als sein engster Vertrauter habe ich sich das entwickeln sehen und trage das mit. Wenn sich jemand wiederholt so entscheidet, dann muss man das akzeptieren. Für Rouven war das der richtige Moment. Das gilt es zu respektieren", so Knäbel, der zunächst interimistisch den Großteil von Schröders Aufgaben übernimmt.
Knäbel war es wichtig, nochmals zu betonen, dass der Donnerstag kein "Chaostag" für den FC Schalke 04 gewesen sei. "Dagegen wehre ich mich vehement", grantelte der Manager. "Gerade wenn so ein Mitarbeiter geht, gerade wenn eine Trainerstelle zu besetzen ist und man bekommt das trotzdem innerhalb von einem Tag hin, dann ist das kein Chaos. Das war vorbereitet und strukturiert. Auch, weil wir uns viel Zeit genommen haben und einen klaren Entschluss gefällt haben. Alle sagen Schalke brennt, aber Schalke brennt nicht, weil wir vorbereitet waren."