Koch kritisiert Übertragung der DFB-Frauen im Livestream

Sportinformationsdienst
29.11.2021 - 16:10 Uhr
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Foto: FIRO/FIRO/SID/

DFB-Interimspräsident Rainer Koch hat Kritik an der Übertragung des WM-Qualifikationsspiel der deutschen Fußballerinnen in Portugal nur im ZDF-Livestream geübt. Es sei "sehr schade, dass dieses so wichtige WM-Qualifikationsspiel in der deutschen Fußball-Öffentlichkeit nicht die Aufmerksamkeit bekommen kann, die es aus unserer Sicht verdient hätte", sagte Koch bei einer digitalen Medienrunde vor der Partie am Dienstag (19.00 Uhr) in Faro.

Dass das Spiel nicht im Free-TV laufe, sei "bedauerlich und misslich". Die Anstoßzeit sei aus ZDF-Sicht wegen der heute-Sendung schwierig, doch bei einer ähnlich bedeutsamen Begegnung der Männer-Nationalmannschaft hätte der Sender nach Ansicht von Koch anders entscheiden. 

Daher wolle er "ein Zeichen für die DFB-Spitze" setzen, "dass wir darauf setzen, dass sich so ein Fall nicht wiederholt".

Das Thema TV-Übertragungen in den öffentlich-rechtlichen Sendern und unglückliche Anstoßzeiten sorgt zunehmend für öffentliche Debatten. So hatte ARD-Expertin Nia Künzer im Oktober ihren eigenen Sender für Ansetzungen kritisiert, die dem Potenzial des Frauenfußballs nicht mehr gerecht werden.

ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann hatte vor Kochs Äußerungen auf SID-Anfrage zur geplanten Internet-Übertragung am Dienstagabend erklärt: "ARD und ZDF haben die Übertragungsrechte für die Heim-Länderspiele – wir freuen uns, dass wir dennoch das Spiel Portugal–Deutschland am Dienstag im Livestream zeigen können."

Sportlich hat das Spitzenspiel der DFB-Frauen zum Jahresabschluss große Bedeutung. Ein Sieg des Tabellenführers in Gruppe H (15 Punkte) gegen den einzig ernsthaften Verfolger (13) würde einen großen Schritt Richtung WM-Ticket bedeuten. Nur die Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die Endrunde 2023 in Australien und Neuseeland.

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